Wissenstest der Jugendgruppen des Landkreises Fürstenfeldbruck

Nach zweijähriger Pause, bei der diese Prüfung nur online abgelegt werden konnte, durften wir heuer den Wissenstest wieder in Präsenz stattfinden lassen. Dazu kamen am vergangenen Donnerstag 145 Jugendliche, davon 37 weibliche Jugendliche, aus 19 Feuerwehren des Landkreises bei der Feuerwehr Fürstenfeldbruck zusammen. Das diesjährige Prüfungsthema „Brennen und Löschen“ beinhaltete verschiedene Fragen zu Löschgeräten, den Löschvorgang und der Voraussetzungen für das Brennen verschiedener Stoffe.

Jugendwissenstest 2022, Bild 1

Die jährlich wiederkehrende Prüfung, die in vier Stufen abgelegt werden kann, wurde von allen Teilnehmern mit Bravour bestanden.

Folgende Stufen wurden abgelegt

  • Stufe 1 Bronze: 75
  • Stufe 2 Silber: 32
  • Stufe 3 Gold: 20
  • Stufe 4 Urkunde: 18

Landrat Thomas Karmasin und Kreisbrandrat Christoph Gasteiger gratulierten den Jugendlichen zur bestandenen Prüfung und überreichten die Abzeichen.

Jugendwissenstest 2022, Bild 2

Teilnehmende Feuerwehren:
Feuerwehr Althegnenberg Feuerwehr Eichenau Freiwillige Feuerwehr Emmering Feuerwehr Esting Feuerwehr Fürstenfeldbruck e.V. Feuerwehr Geiselbullach Freiwillige Feuerwehr GermeringFeuerwehr Gernlinden Feuerwehr Gröbenzell Freiwillige Feuerwehr Holzhausen Freiwillige Feuerwehr Jesenwang Feuerwehr Maisach Freiwillige Feuerwehr Mammendorf Feuerwehr Moorenweis Feuerwehr Olching Freiwillige Feuerwehr Puchheim-Bahnhof Freiwillige Feuerwehr Türkenfeld Freiwillige Feuerwehr Űberacker Freiwillige Feuerwehr Unterpfaffenhofen

Erfolgreicher Pilotlehrgang „Einführung für neue Kommandanten“

Fürstenfeldbruck: 15 Kommandanten oder stellvertretende Kommandanten absolvierten vergangenes Wochenende den Pilotlehrgang „Einführung für neue Kommandanten“ in Fürstenfeldbruck. In Bayern werden Kommandanten von den aktiven Mitgliedern der Ortsfeuerwehren gewählt. Der Kandidat oder die Kandidatin verfügt dabei in der Regel bereits über eine weiterführende feuerwehrtechnische Ausbildung. Neben einem Lehrgang den die gewählten Kommandant*innen zum Verständnis der rechtlichen Hintergründe auf einer der bayerischen Feuerwehrschulen absolvieren, gab es für die landkreiseigenen Themen bis dato noch kein umfassendes Angebot.

Der Kreisfeuerwehrverband hat diesen neuen Lehrgang nun aufgesetzt, um insbesondere bestimmte Abläufe und Ansprechpartner vorzustellen. Damit wird letztendlich auch die Zusammenarbeit mit den Gemeinden, dem Landratsamt sowie der Kreisbrandinspektion gestärkt. Inhaltlich erfuhren die neuen Führungskräfte alle Details über die Leistungen der zentralen Atemschutzwerkstatt, über das Ausbildungswesen, die Jugendarbeit, die Leistungsprüfungen, die wichtigen Fachstellen beim Landratsamt, Einsatzmittel die vom Landkreis vorgehalten werden sowie den Ablauf des Vorschlagswesens bei Ehrungen. Besondere Schwerpunktthemen waren auch das Thema Arbeitssicherheit in den Feuerwehren sowie die besonderen Einsatz-Abläufe bei größeren Schadensereignissen und das landkreisweite Funkwesen.

Erfolgreicher Pilotlehrgang „Einführung für neue Kommandanten“
v.l.n.r.: Kreisbrandinspektor Jörg Ramel und Kreisbrandrat Christoph Gasteiger mit den neu gewählten Kommandanten oder stellvertretenden Kommandanten als Teilnehmer am Pilotlehrgang „Einführung für neue Kommandanten“

Der Lehrgang wurde vom Kreisfeuerwehrverband organisiert und wurde als Hybrid-Lehrgang mit einer Online-Abendveranstaltung sowie einem gemeinsamen Ausbildungssamstag in den Räumen der Kreiseinsatzzentrale angeboten. Das positive Feedback der Teilnehmenden wird in den nächsten Lehrgang mit einfließen. Kreisbrandrat Christoph Gasteiger dankte den Teilnehmern und Ausbildern für ihr Interesse und Engagement bei diesem neuen Angebot.

Ehrung für langjährigen Kreisjugendwart Wolfgang Blum

Anlässlich der Herbstdienstversammlung der Jugendfeuerwehr Oberbayern in Peiting (Lkr. Weilheim-Schongau) wurde unser langjähriger ehemaliger Kreisjugendwart Wolfgang Blum für seine langjährigen Verdienste um die Jugendarbeit durch den Bezirksjugendfeuerwehrwart Florian Bauer mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Oberbayern in Silber geehrt. Kreisbrandmeister Wolfgang Blum hatte sein Amt nach 18 Jahren dieses Jahr an Josef Wagner (Feuerwehr Olching) und Stellvertreter Thomas Steinle (Feuerwehr Gröbenzell) übergeben.

Ehrung für langjährigen Kreisjugendwart Wolfgang Blum
Auf dem Bild v.l.n.r.:
Landrätin Weilheim Schongau Andrea Jochner-Weiß, Bürgermeister Peiting Ostenrieder, KBM Wolfgang Blum, KBM Michael Matschi Lkr. MÜ, KBM Christian Sirl Lkr. PAF, Florian Bauer Bezirksjugendfeuerwehrwart, KBR Dr. Rüdiger Sobotta Bezirksvorsitzender BFV Obb.

Florian FFB Land TV – Folge 3

Liebe Kameradinnen und Kameraden, Liebe Freunde und Unterstützer unserer Feuerwehren,

wir dürfen Euch heute die dritte und neueste Folge unserer beliebten Serie „Florian Fürstenfeldbruck Land TV“ vorstellen. Heute erhaltet Ihr einen Einblick in den „Abrollbehälter Rüst“ der hauptsächlich für Bauunfälle und Einsätze mit Schäden an Gebäuden beschafft wurde. Außerdem stellen wir Euch wieder zwei neue Mitglieder der Kreisbrandinspektion vor, die seit Anfang des Jahres unsere Arbeit unterstützen. Wir hoffen Ihr seid gespannt und wir können wieder ein paar Einblicke hinter die Kulissen unserer Arbeit geben.

https://vimeo.com/760978814

Viel Spaß mit dem Video und viele Grüße

Christoph Gasteiger

Kreisbrandrat

Der Kreisfeuerwehrverband Fürstenfeldbruck warnt vor lebensgefährlichen Heiz-Experimenten in der aktuellen Energiekrise

In der aktuellen Energiekrise ist der Wunsch vieler Menschen, möglichst Heizkosten zu sparen, mehr als verständlich. Die Ideen, wie das Zuhause sonst noch geheizt werden könnte, sind dabei aber teils abenteuerlich und manchmal lebensgefährlich.

Wer mit den falschen Heizgeräten im Innenraum heizt, bringt nicht nur sich, sondern auch andere Hausbewohnerinnen und -bewohner in akute Lebensgefahr!

Damit das Zuhause in der kalten Jahreszeit ein sicherer Rückzugsort bleibt und nicht zur Todesfalle wird, hier das Wichtigste rund um sicheres Heizen.

Lebensgefährliche Heizgeräte

Heizen Sie niemals im Innenraum mit

  • Kohle- oder Gasgrills
  • Gas-Heizstrahlern
  • offenem Feuer
  • Ethanol-Öfen
  • „Teelicht-Öfen“

oder sonstigen brennstoffbetriebenen Geräten.

Neben der Brandgefahr herrscht hier akute Vergiftungsgefahr durch Kohlenmonoxid (CO). Das tückische: der Mensch kann das gefährliche Atemgift weder riechen, sehen noch schmecken. Dass sie überhaupt CO einatmen, merken die Betroffenen so gar nicht. Nur CO-Melder können über ihre technischen Sensoren zuverlässig CO in der Raumluft detektieren und entsprechend warnen.

Mit steigender CO-Konzentration in der Raumluft, kann eine CO-Vergiftung zu erheblichen Beschwerden bis hin zum Tod führen. Zu den wichtigsten Symptomen einer CO-Vergiftung zählen Schwindel, Schläfrigkeit, starke Kopfschmerzen, Verwirrtheit und Schüttelfrost.

Sollten Sie Symptome bei sich bemerken oder ein installierter CO-Melder Alarm auslösen, verlassen Sie umgehend mit allen anwesenden Personen das Gebäude, öffnen Sie falls möglich Türen und Fenster und wählen Sie den Notruf 112. Warten Sie im Freien auf die Einsatzkräfte und kehren Sie auf keinen Fall zurück in das Gebäude. 

Sachgemäßer Betrieb von Heizgeräten und -anlagen 

Auch das Heizen mit dafür vorgesehen Feuerstätten und Geräten birgt bei unsachgemäßer Benutzung das Risiko von Bränden (z.B. Kaminbränden) und Kohlenmonoxidvergiftungen.

Heizen Sie Ihren Holzofen niemals mit Rest- oder Sperrmüll, Plastik, nassem Holz oder Kerzenresten. Das falsche Brennmaterial verursacht Ablagerungen im Kamin, die zu Kaminbränden führen können. Lassen Sie Ihren Holzofen regelmäßig inspizieren!

Wollen Sie einen neuen Kamin oder Ofen in Betrieb nehmen oder einen alten Kamin oder Ofen wieder nutzen, sprechen Sie vorher mit ihrem zuständigen Kaminkehrer.

Heizungen, Gasthermen und Durchlauferhitzer müssen regelmäßig gewartet werden und der Schornstein kontrolliert werden. Manipulieren Sie auf keinen Fall diese Anlagen samt Zählereinrichtungen! Nur bei korrekter Funktion dieser Geräte und Anlagen sind CO-Vergiftungen, Brände und sonstige Unfälle vermeidbar.

Nicht nur das Heizen kann kritisch sein, auch der Verschluss von Zuluftöffnungen zu Gasthermen oder sonstigen offenen Feuerstellen: sauerstoffarme, unvollständige Verbrennung fördert die Bildung von CO im Brandgas und kann zu CO-Vergiftungen führen.

Sollten elektrische Heizgeräte verwendet werden (z.B. Heizlüfter oder -decken), beachten Sie folgende Sicherheitshinweise:

  • Beim Kauf auf einschlägige Prüfkennzeichen achten (z.B. GS, TÜV, etc.).
  • Bedienungsanleitung beachten
  • Heizlüfter, Heizdecken o.ä. sind in der Regel nicht für den dauerhaften Gebrauch geeignet
  • Heizlüfter, Heizdecken o.ä. nicht unbeaufsichtigt betreiben. Insbesondere bei Heizdecken darauf achten, nicht einzuschlafen bzw. auf automatische Abschaltfunktion der Heizdecke achten
  • Kabel der Geräte vollständig abwickeln und insbesondere bei Heizlüftern und -strahlern von der wärmeabgebenden Seite des Gerätes fernhalten.
  • Keine beschädigten Geräte verwenden, z.B. auf Stromkabel achten (Risse, Knicke, angeschmolzene Stellen in der Isolierung etc.)
  • Das Gerät unbedingt sofort außer Betrieb nehmen, wenn Geruch von angesengtem Kunststoff wahrnehmbar ist.
  • Belastungsgrenzen der Hausinstallation beachten, insbesondere bei älteren Gebäuden. Bei Unsicherheiten und Fragen eine Elektrofachkraft heranziehen.
  • Ausgelöste Sicherungen der Hausinstallation (Leitungsschutzschalter und/ oder Fehlerstromschalter) weisen auf einen Defekt des Gerätes hin – Gerät außer Betrieb setzen.
  • Nicht mehrere leistungsstarke Geräte (etwa >1000W Leistungsaufnahme pro Gerät) gleichzeitig an einem Sicherungszweig der Hausinstallation betreiben (z.B. typischerweise nicht mehrere Geräte in einem Raum gleichzeitig betreiben). Bei Unsicherheiten und Fragen zur Hausinstallation eine Elektrofachkraft heranziehen.
  • Kein Betrieb auch von Einzelgeräten an Mehrfachsteckdosen: durch die Kontaktwiderstände der Steckerleisten in Verbindung mit der hohen Leistungsaufnahme der Geräte ist mit einer erhöhten Wärmeentwicklung an den Kontaktstellen zu rechnen.
  • Brennbare Materialen unbedingt von Heizlüftern fernhalten (nicht abdecken, Decken o.ä. nicht in der Nähe platzieren usw.)
  • Beim Betrieb in Feuchträumen (z.B. Bad) sicherstellen, dass kein Wasser auf das Geräte gelangen kann.
  • Bei Heizlüfter, Heizdecken o.ä. nach dem Betrieb den Stecker ziehen und vollständig abkühlen lassen, bevor diese nach Gebrauch anderweitig verstaut werden (z.B. Abstellkammer, Schränke o.ä.)

Hier finden Sie ein Video der Feuerwehr Braunschweig zu Teelichtöfen:

Copyright: Feuerwehr Braunschweig

Kommen Sie sicher und gesund durch die kalte Jahreszeit!

Infos des Landesfeuerwehrverbandes Bayern:
HEIZEN – SO NICHT! (PDF, 1,76 MB)

Erfolgreiche Nachwuchswerbung bei der „Langen Nacht der Feuerwehren“ am vergangenen Samstag

Die bayernweite „Lange Nacht der Feuerwehren“ war im Landkreis Fürstenfeldbruck, trotz herbstlichem Wetter, ein voller Erfolg. An insgesamt neuen Standorten hatten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit die Arbeit der Feuerwehren live zu erleben und, anders als bei einem Tag der offenen Tür, bei Abend und Nachtstimmung.

Schlauchturm der Feuerwehr Althegnenberg in neuem Licht
Schlauchturm der Feuerwehr Althegnenberg in neuem Licht

Als erstes startete die Feuerwehr Geiselbullach die bereits am Nachmittag zwei neue Einsatzfahrzeuge im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes weihen ließ. Der erste Bürgermeister Andreas Magg überreichte die Fahrzeuge symbolisch an die Feuerwehr. Später ging es dann mit einer PKW-Unfallsimulation und Mitmachstationen weiter.

Der Hof der Feuerwehr Maisach aus Sicht der Drehleiterbesatzung
Der Hof der Feuerwehr Maisach aus Sicht der Drehleiterbesatzung

In Olching und Esting war ebenfalls ein großer Andrang an Besuchern und „mitmachen“ war angesagt Die Feuerwehr Olching zeigte unter anderem eine beeindruckende Fettexplosion, die vorkommt, wenn brennende Flüssigkeiten mit Wasser gelöscht werden. In Gernlinden gabs für die Kinder eine Taschenlampenwanderung durch das dunkle Gerätehaus und jeder der wollte durfte sich in 1. Hilfe weiterbilden oder durch die Übungsstrecke der Atemschutzgeräteträger krabbeln. Die Feuerwehr Maisach präsentierte ihre neue Drehleiter und feierte bei Musik bis Mitternacht.

Vorführung einer Fettexplosion in Olching
Vorführung einer Fettexplosion in Olching

Auch in Althegnenberg, Egenhofen, Mammendorf und Türkenfeld konnten die Besucher*innen zerschnittene Autos und Blaulichtgewitter erleben oder sich die verschiedensten Gerätschaften erklären lassen. Interessant war, dass sich bei nahezu allen teilnehmenden Feuerwehren potenziell neue aktive Feuerwehrfrauen oder -männer gemeldet haben, die Interesse an einer Mitgliedschaft zeigen.

Brandwache in Mammendorf in historischem Gewand
Brandwache in Mammendorf in historischem Gewand

Auch gab es neue Mitglieder in den Jugendfeuerwehren sowie neue Bewerber für die Kinderfeuerwehr in Mammendorf. Die gemeinsame Aktion der Feuerwehren und dem Landesfeuerwehrverband Bayern fand erstmalig in ganz Bayern statt.