Neuer WhatsApp-Info- & Warnkanal des Landkreises Fürstenfeldbruck

Der Landkreis Fürstenfeldbruck hat zum 4. Februar 2026 einen offiziellen Info- & Warnkanal für den Katastrophenschutz gestartet. Ziel ist es, die Bevölkerung im Landkreis im Ereignisfall einfach, schnell und zuverlässig zu erreichen – dort, wo Informationen heute ankommen: direkt auf dem Smartphone.

Neuer WhatsApp-Info- & Warnkanal des Landkreises Fürstenfeldbruck

Ob Blaulicht vor der Haustüre, Schulausfälle im Landkreis, Unwetter in der Region oder Hochwasser im Keller – in solchen Situationen sind Menschen neugierig, haben Fragen, tauschen sich aus und benötigen vor allem eines: verlässliche Informationen und konkrete Hilfestellungen. Genau hier setzt der neue Kanal an.

Der Info- & Warnkanal wird vom Landratsamt Fürstenfeldbruck in enger Zusammenarbeit mit der Kreisbrandinspektion Fürstenfeldbruck betrieben. Veröffentlicht werden ausschließlich geprüfte und offizielle Inhalte: aktuelle Informationen zu Schadens- und Einsatzlagen, Warnungen, Verhaltensempfehlungen, Entwarnungen sowie Hinweise zu Hilfsangeboten, Anlaufstellen oder eingerichteten Bürgertelefonen. Auch präventive Hinweise bei erwarteten Gefahrenlagen gehören zum Angebot.

 

 

 

Der Kanal ist bewusst als reiner Einwegkommunikations-Kanal konzipiert. Es gibt keine kleinteiligen Details zu Einsätzen, keine Chatfunktion und keine Notrufannahme. In akuten Notfällen sind weiterhin die Notrufnummern 112 oder 110 zu wählen.
Als Verbreitungsweg wurde WhatsApp gewählt – der meistgenutzte Messenger in Deutschland mit sehr hoher Bekanntheit und Akzeptanz in allen Altersgruppen. Auch im Landkreis Fürstenfeldbruck bietet WhatsApp eine große Reichweite, ist einfach zugänglich und stellt eine schnelle, verlässliche und hilfreiche Ergänzung zu bestehenden Warn- und Informationssystemen dar.

 

 

 

Mit dem neuen Kanal verfolgt der Landkreis Fürstenfeldbruck ein klares Ziel: Informationen, Warnungen und verlässliche Inhalte aus erster Hand – rund um die Uhr und direkt auf das Handy der Bürgerinnen und Bürger.

Ein starkes Signal für die Sicherheit im Landkreis Fürstenfeldbruck

Beim Neujahrsempfang des Kreisfeuerwehrverbandes Fürstenfeldbruck haben der Bayerische Staatsminister des Innern, für Sport und Integration Joachim Herrmann, Landrat Thomas Karmasin und Kreisbrandrat Christoph Gasteiger zusammen mit zahlreichen Gästen die Hallen des zukünftigen Katastrophenschutzzentrums feierlich ihrer Bestimmung als Notfalllager übergeben. Als eine Erkenntnis aus dem Pfingsthochwasser 1999 wurde Anfang der 2000er-Jahre im Landkreis Fürstenfeldbruck das sogenannte Notfalllager eingerichtet, in dem Geräte, Materialien und Fahrzeuge für Großschadenslagen und Katastrophen vorgehalten werden. Im Laufe der Jahre wurde die vorgehaltene Ausrüstung bedarfs-entsprechend immer weiter ergänzt, zum Beispiel um Materialien für die Einrichtung von Notunterkünften, Bewältigung von Bauunfällen und Sturmschäden. Da der Standort in einer Halle im Wertstoffhof Eichenau hierfür allein nicht mehr ausreichend war, wurden im Laufe der 2010er-Jahre zusätzlich zwei Hallen im Fliegerhorst Fürstenfeldbruck angemietet. Da die Unterbringung an verschiedenen Standorten im Einsatzfall eine zeitaufwendige Logistik erforderlich machte, begann bereits Mitte der 2010er die Suche nach einem geeigneten Objekt für die zentrale Unterbringung des gesamten Notfalllagers oder nach einem Grundstück für einen Neubau durch den Landkreis. Ende 2024 ergab sich für den Landkreis kurzfristig die Möglichkeit des Erwerbs einer Bestandsimmobilie, die in ihrer Größe, Lage und Ausstattung für die Unterbringung des Notfalllagers geeignet war. Das erworbene Betriebsgelände besteht im Wesentlichen aus zwei großen Hallen mit angrenzendem Bürogebäude, einigen Nebenhallen sowie einer größeren Freifläche.
Damit bietet es nicht nur Platz für das Notfalllager selbst, sondern es soll als Katastrophenschutzzentrum des Landkreises genutzt werden.

Im Jahr 2025 lag der Fokus auf der Nutzbarmachung der Hallen, damit die auf mehrere Objekte im Landkreis verteilte Katastrophenschutzausstattung baldmöglichst zusammengeführt und witterungsgeschützt untergebracht werden kann.
Im Bürogebäude soll neben der Kreiseinsatzzentrale künftig auch die Zentrale Atemschutzwerkstatt des Landkreises untergebracht werden, sowie Räumlichkeiten für Ausbildungsveranstaltungen und Kommandantendienstversammlungen. Die entsprechenden Umbauten im Bürogebäude sind für 2026/2027 geplant, zusammen mit dem Einbau einer Atemschutzbelastungsanlage in der südlichen Halle.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hob in seiner Rede die Bedeutung des neuen Notfalllager und Katastrophenschutzzentrums für die Sicherheit und den Schutz der Bevölkerung im Landkreis Fürstenfeldbruck hervor:
„Eine der Grundbedingungen für unsere freiheitliche Demokratie und für die Stabilität unseres Gemeinwesens ist die Gewährleistung von Schutz und Sicherheit für die Bevölkerung. Dies hat für mich oberste Priorität. Um bei drohenden Katastrophen oder größeren Schadenslagen bestmöglich gerüstet und vorbereitet zu sein, braucht es örtliche Vorhaltungen von Ausrüstungsgegenständen, Einsatzmitteln und Spezialressourcen. Es freut mich sehr, dass der Landkreis Fürstenfeldbruck Ende 2024 dieses ehemalige Betriebsgelände erworben und im vergangenen Jahr die Hallen nutzbar gemacht hat. Mit dem neuen Katastrophenschutzzentrum hat der Landkreis nicht nur einen zentralen Ort für sein „Notfalllager“. Auch die Kreiseinsatzzentrale des Landkreises und die Kreisbrandinspektion werden nun im Verwaltungsbau unter einem Dach zusammengeführt.“
Landrat Thomas Karmasin ist froh, dass in Mammendorf nun ein Standort gefunden wurde, der die Voraussetzungen für einen reibungslosen Ablauf im Krisenfall optimal erfüllt:
„Ich bin froh und erleichtert: Wir haben in Mammendorf die Chance bekommen und genutzt, nicht nur das dringend benötigte Notfalllager, sondern auch die Kreiseinsatzzentrale mit Atemschutzübungsstrecke und Zentraler Atemschutzwerkstatt an einem Ort zu vereinen.

Kreisbrandrat Christoph Gasteiger ergänzte: „Ein neues, vor allem: zentrales Notfalllager war dringend zu finden, aber auch für die Kreiseinsatzzentrale war im Feuerwehrhaus Fürstenfeldbruck die Zukunft ungewiss. Ich bin dankbar, dass der Landkreis Fürstenfeldbruck mit der Schaffung des neuen Katastrophenschutzzentrums in Mammendorf einen Meilenstein für den Schutz der Bevölkerung im Landkreis geschaffen hat. Für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute entstehen optimale und den Anforderungen der Zeit angemessene Bedingungen zur Ausbildung und für den Einsatz. Das ist uns wichtiger als jeder Orden: gute Arbeitsbedingungen, die Bestleistungen im Einsatz ermöglichen. Darum geht es schließlich: schnell und gut koordiniert Menschenleben und Güter zu retten.“ Weiter führt Gasteiger aus: „Mein Dank gilt dem Landrat, den Kreisräten für die Unterstützung und dem Landtagsabgeordneten Benjamin Miskowitsch für die erfolgreiche Kontaktaufnahme mit den Vorbesitzern um dieses Notfall-Lager nach so vielen Jahren der Suche überhaupt zu ermöglichen.“

Aufruf: Kreisfeuerwehrverband sucht Schrottfahrzeuge für Ausbildungsveranstaltungen in technischer Hilfeleistung!

Auch dieses Jahr organisiert der Kreisfeuerwehrverband Fürstenfeldbruck wieder verschiedene Lehrgänge für die Stadt-, Orts- und Gemeindefeuerwehren des Landkreises. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Lehrgängen zum Thema „Technische Hilfeleistung bei PKW Unfällen“. Diese Veranstaltungen dienen der Fort- und Weiterbildung von Einsatzkräften in der sicheren und effizienten Rettung von Personen aus verunfallten Fahrzeugen sowie dem Umgang mit verschiedenen Fahrzeugtechnologien.

Aufruf: Kreisfeuerwehrverband sucht Schrottfahrzeuge für Ausbildungsveranstaltungen in technischer Hilfeleistung!

Damit sichern die Schulungen, dass im Ernstfall qualifizierte Hilfe zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger ermöglicht werden kann. Um dieses Angebot aufrecht erhalten zu können sucht der Kreisfeuerwehrverband regelmäßig nach PKW-Spenden (Alt- und Schrottfahrzeuge) für die Ausbildung der Feuerwehren. Möchten Sie also Ihr altes Auto loswerden, können Sie sich gerne an: schrottfahrzeuge@kbi-ffb.de wenden. Den Transport und die Entsorgung klären wir dann individuell mit Ihnen ab, es entstehen den Spendern keine Kosten.

Aufruf: Kreisfeuerwehrverband sucht Schrottfahrzeuge für Ausbildungsveranstaltungen in technischer Hilfeleistung!

Ein Einblick in die Arbeit des PSNV-E Teams der KBI-FFB

Im Oktober 2025 erfolgte eine von mehreren über das Jahr angebotenen „Modularen Truppmann Ausbildungen“. Gastgeber war die FF Althegnenberg.

Das Team der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV-E) der Kreisbrandinspektion Fürstenfeldbruck informierte in dem ca. 1 Stunde dauernden Ausbildungsmodul die zukünftigen Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen über psychische Stressbelastungen im Feuerwehreinsatz.

Die ca. 20 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus verschiedenen Feuerwehren im Landkreis wurden über die Grundlagen der PSNV-E informiert. Die Entstehung und Auswirkungen von Einsatzstress, Alarmierung des PSNV-E Teams, Psychohygiene der Einsatzkraft, sowie die Darstellung des Peer Systems waren einige Themen des Unterrichts und wurde von den Anwärtern und Anwärterinnen mir großem Interesse aufgenommen.

Leider war die Zeit für diese spannende Thematik wie immer viel zu kurz und der Ausbildungsabend ging mit den technischen Modulen der Feuerwehrgrundausbildung weiter.

Das Interesse an der PSNV-Arbeit wächst in den Feuerwehren zunehmend.

Vermehrt wird das zurzeit 5-köpfige PSNV-E Team unter der Leitung von Sascha Stirm (FF Geiselbullach) von den Feuerwehren eingeladen, um die Mannschaften zum Thema Einsatzstress zu sensibilisieren.

Ein Einblick in die Arbeit des PSNV-E Teams der KBI-FFB

Einsatzstress entsteht individuell, denn auch langjährige Einsatzerfahrungen schützen nicht zwangsläufig vor der persönlichen Belastungsgrenze. Darüber wird in den Treffen informiert und im gemeinsamen Austausch diskutiert um möglicherweise einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) präventiv entgegenzuwirken.

Auch im Jahr 2025 wurde das PSNV-E Team mehrfach zur Unterstützung von belasteten Kameraden und Kameradinnen alarmiert. Sowohl zur Betreuung von einzelnen Einsatzkräften als auch zur Unterstützung gesamter Mannschaften wurde das PSNV-E Team angefordert.

Zur Unterstützung der Einsatzkräfte von Rettungsdiensten wurde das PSNV-E Team der KBI ebenso alarmiert und leistete hilfreiche Arbeit.

Alle Betroffenen empfanden die Betreuung der PSNV als hilfreich und entlastend.

Die Alarmierungen erfolgten aus unterschiedlichsten Gründen. 

Medizinische Erstversorgungen, schwere Verkehrsunfälle, beteiligte Kinder, oder auch Vermisstensuche.

Unruhiger Jahreswechsel im Landkreis FFB

Beitrag vom 01.01.2026

Der Jahreswechsel war für viele Einsatzkräfte unserer Feuerwehren durch ein erhöhtes Einsatzaufkommen geprägt.

Im Landkreis FFB kam es am letzten Tag des Jahres und am Neujahrmorgen zu insgesamt rund 40 Feuerwehreinsätzen. Ein Großteil davon waren Brandereignisse im Zusammenhang mit dem Abbrennen von Feuerwerkskörpern, dies war bei 30 Einsätzen der Fall. In Jesenwang geriet ein Carport in Brand, das Feuer drohte auf ein Nebengebäude überzugreifen. Die Feuerwehr Jesenwang, unterstützt durch Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren, konnte dies jedoch glücklicherweise verhindern.

Bei den weiteren Einsätzen handelte es sich meist um Brände von Hecken, PKW, Wertstoffcontainern, Mülltonnen bzw. -containern, ausgelöste Brandmeldeanlagen sowie brennender Unrat und Reste von Feuerwerkskörpern.
Darüber hinaus wurden die Einsatzkräfte zu Türöffnungen, Verkehrsunfällen (siehe z. B. Bericht der Feuerwehr Geiselbullach) und zur Unterstützung des Rettungsdienstes gerufen.

Einsatzschwerpunkte zum Jahreswechsel waren die Städte Puchheim und Germering. Aber auch in Fürstenfeldbruck, Emmering, Eichenau, Egenhofen, Gröbenzell, Mammendorf, Schöngeising, Unterpfaffenhofen und Puchheim-Ort mussten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte zu Einsätzen ausrücken.

Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehren konnte bei vielen Einsatzstellen ein größerer Sachschaden bzw. das Übergreifen der Flammen auf angrenzende Bebauung verhindert werden. Personen wurden glücklicherweise bei den Bränden nicht verletzt.

Erfolgreicher Jugendwissenstest 2025 mit 283 Jugendlichen in Mammendorf und Eichenau

Bericht vom 10.12.2025

Insgesamt 283 Jugendliche aus 28 Feuerwehren nahmen an den beiden Prüfungsterminen des Wissenstests Anfang Dezember teil. Aufgrund der steigenden Teilnehmerzahlen musste der Jugendwissenstest erstmals an zwei getrennten Terminen durchgeführt werden. Das diesjährige Schwerpunktthema lautete „Verhalten bei Notfällen“. Im Mittelpunkt standen das richtige Absetzen eines Notrufs und die Versorgung betreuungspflichtiger Personen – ein Themenfeld, das im Feuerwehrdienst zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer überzeugten mit fundiertem Fachwissen und durchweg starken Leistungen. Kreisjugendwart Josef Wagner bedankte sich ausdrücklich bei den ausrichtenden Feuerwehren für die reibungslose und professionelle Organisation: „Der logistische Aufwand an beiden Standorten war beispielhaft und schuf optimale Bedingungen für die Prüfungen.“ Ebenso würdigte er die Arbeit aller Jugendwarte im Landkreis: „Die hervorragenden Ergebnisse sind ein Beleg für die engagierte und qualifizierte Ausbildung in den einzelnen Feuerwehren.“

Jugendwissenstest 2025, Bild 1

Zur Überreichung der Abzeichen waren Kreisbrandrat Christoph Gasteiger, Landtagsabgeordneter Benjamin Miskowitsch sowie die Bürgermeister Josef Heckl (Mammendorf) und Peter Münster (Eichenau) vor Ort. Sie betonten das große Engagement der Jugendlichen und die hohe Bedeutung einer gut ausgebildeten Nachwuchsfeuerwehr für die Sicherheit im Landkreis.

Jugendwissenstest 2025, Bild 2

Die beiden Veranstaltungen bilden den krönenden Abschluss der jährlichen Veranstaltungen des Kreisfeuerwehrverbands und damit des planbaren Feuerwehrjahres.

Jugendwissenstest 2025, Bild 3