Aktuelle Informationen für die Feuerwehren des Landkreises zur Entwicklung COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2)

Stand: 24.12.2020

Weihnachten im Zeichen von Corona wird für die Bevölkerung aber auch die Feuerwehren im Landkreis in besonderer Erinnerung bleiben. Hoffte man Anfang November noch mit einem „Lockdown Light“ wieder Herr der Lage zu werden, zeigte sich, dass diese im Vergleich zum Frühjahr geringeren Einschränkungen in der kalten Jahreszeit nicht funktionierten. Somit wurde relativ bundeseinheitlich am 16.12. ein flächendeckender Lockdown umgesetzt. Ladengeschäfte die bisher noch geöffnet haben durften sind, neben der Gastronomie, jetzt ebenfalls geschlossen und auch die Schulen starteten nach einigen Tagen Online Unterricht frühzeitig in die Weihnachtsferien. Im Landkreis Fürstenfeldbruck lagen die Infektionszahlen am 22.12. bei einer 7 Tagesinzidenz von 194 infizierten Personen pro 100.ooo Einwohnern. Zum jetzigen Zeitpunkt sind 82 Personen im Landkreis an dem Virus verstorben.

Am 16.12. wurde zusätzlich erneut der Katastrophenfall für Bayern ausgerufen um die nötigen Maßnahmen zu koordinieren. Die mittlerweile 10. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung von Mitte Dezember hält die bisherigen Maßnahmen aufgrund der hohen Fallzahlen auch weiter aufrecht und verschärft sie entsprechend noch einmal. Vom 16. Dezember 2020 (Mittwoch) bis zum 10. Januar 2021 gelten daher folgende ergänzende Maßnahmen:
Das Infektionsgeschehen in Bayern macht es notwendig, dass landesweit eine nächtliche Ausgangssperre von 21 Uhr bis 5 Uhr früh gilt. Das bedeutet konkret:

Von 21 Uhr bis 5 Uhr ist der Aufenthalt außerhalb der Wohnung untersagt, es sei denn, dies ist begründet aufgrund
1. eines medizinischen oder veterinärmedizinischen Notfalls oder anderer medizinisch unaufschiebbarer Behandlungen,
2. der Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten oder unaufschiebbarer Ausbildungszwecke,
3. der Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts,
4. der unaufschiebbaren Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen und Minderjähriger,
5. der Begleitung Sterbender,
6. von Handlungen zur Versorgung von Tieren oder
7. von ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen.

An den geltenden Kontaktbeschränkungen wird festgehalten. Erlaubt ist der Besuch eines weiteren Hausstands, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt fünf Personen nicht überschritten wird (zuzüglich zu diesen Hausständen gehörende Kinder unter 14 Jahren).
Nur für die drei Weihnachtstage 24. bis 26. Dezember 2020 gilt darüber hinaus, dass sich bei Treffen im engsten Familienkreis alle Angehörige des eigenen Hausstands mit höchstens vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen (zuzüglich deren Kinder im Alter bis 14 Jahren) treffen dürfen, gleichgültig aus wie vielen Hausständen diese vier Personen kommen. Zum engsten Familienkreis gehören außer den Angehörigen des eigenen Hausstands auch Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Geschwisterkinder und deren jeweiligen Haushaltsangehörige.

Angesichts des anhaltend hohen Infektionsgeschehens wird noch einmal eindrücklich an die Bürgerinnen und Bürger appelliert, Kontakte in den fünf bis sieben Tagen vor Familientreffen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren (Schutzwoche).
An Silvester und Neujahr besteht ein vollständiges Verbot von Versammlungen und Ansammlungen. Der Verkauf von Pyrotechnik vor Silvester ist verboten. Das Abbrennen und die Mitführung von Pyrotechnik werden an Silvester und Neujahr auf von den Kommunen festzulegenden publikumsträchtigen Plätzen verboten.

Aufgrund dieser nochmals deutlichen Verschärfung rät die Kreisbrandinspektion den Feuerwehren keine Ausbildungen mit Anwesenheiten durchzuführen, sondern wo möglich auf Online-Unterrichte auszuweichen. Mit einer Lockerung der angegebenen Maßnahmen ist frühestens ab Mitte Januar zu rechnen.

Informationen zum Coronavirus

Neben den bekannten Hinweisen zur Handhygiene und den Empfehlungen des Robert Koch Institutes für nicht medizinische Einsatzkräftebitten wir ferner um Achtsamkeit hinsichtlich auftretender grippeähnlicher Symptome (Fieber, Halskratzen, Husten, Kopfschmerzen, etc.) In diesem Fall sowie bei bestätigten Fällen bei Kontaktpersonen ist eine Teilnahme am Einsatzdienst dringend zu unterlassen! Zur Sicherstellung der Einsatzfähigkeit sind Quarantänemaßnahmen bei den Feuerwehren durch umsichtiges Handeln unbedingt zu vermeiden. Sollte in der Mannschaft ein Verdachtsfall bzw. ein bestätigter Fall von COVID-19 auftreten, bitten wir weiterhin um umgehende Kontaktaufnahme, um evtl. erforderliche Maßnahmen mit der Feuerwehr und dem Gesundheitsamt absprechen zu können. Wie sich die Situation im Landkreis Fürstenfeldbruck weiter entwickeln wird, werden die nächsten Wochen zeigen. Bei Änderungen des Sachstandes oder bei Eingang relevanter Informationen werden die Feuerwehren kurzfristig informiert, die Benachrichtigung wird per E-Mail erfolgen.

KBM R. Unteutsch

 

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