Großübung der Katastrophenschutz-Organisationen am 14.03.2026 im Landkreis Fürstenfeldbruck

Die Kreisverwaltungsbehörde des Landkreises Fürstenfeldbruck und die Kreisbrandinspektion Fürstenfeldbruck führten am 13. und 14.03.2026 eine Katastrophenschutzübung auf dem Ortsgebiet der Städte Germering und Puchheim durch.

Großübung der Katastrophenschutz-Organisationen

Themenschwerpunkt der Übung war die Vegetationsbrandbekämpfung, ein aktueller Ausbildungsschwerpunkt bei unseren Feuerwehren, der mit dieser Übung zum Abschluss gekommen ist.
Die groß angelegte Übung begann bereits am Freitag, den 13.03.2026, am Nachmittag als so-genannte Stabsrahmenübung. Das bedeutet, dass zunächst ausschließlich Führungskräfte der örtlichen Feuerwehren und der Kreisbrandinspektion – ohne Beteiligung weiterer Einsatzkräfte und Einsatzfahrzeuge – das taktisch richtige Vorgehen innerhalb der Einsatzleitung trainierten.
Am Samstag, den 14.03.2026 wurde das Szenario mit Einsatzkräften dann realitätsnah umgesetzt.

Es waren rund 560 Einsatzkräfte der Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks, der sanitätsdienstlichen Hilfsorganisationen, der Polizei und mehrere Flughelferstaffeln in das Szenario eingebunden. Dabei handelt es sich um spezifische Einheiten aus Einsatzkräften der Feuerwehr, die in der Zusammenarbeit mit Hubschraubern, sei es zur Brandbekämpfung aus der Luft oder dem Transport von Material und Einsatzkräften geschult sind. Die Landespolizei hat das Szenario mit Einsatzkräften und einem Hubschrauber unterstützen. Im Auftrag des bayerischen Innenministeriums wurde ein weiterer, privater Hubschrauber der Firma HTM aus München in die Übung eingebunden. Dieses Vorgehen wird auch im Ernstfall so praktiziert.

Das Übungsszenario war ein ausgedehnter Waldbrand im Bereich der Wälder nordwestlich des Waldkindergartens am Germeringer See. Neben der Brandbekämpfung war es eine der Aufgaben der Kräfte der Feuerwehren, über eine lange Schlauchstrecke vom Germeringer See sowie mit Hilfe eines Pendelverkehrs von mehreren Tanklöschfahrzeugen eine leistungsfähige Wasserversorgung herzustellen.

Großübung der Katastrophenschutz-Organisationen

Im Waldgebiet wurden darüber hinaus mehrere Personen vermisst, Wege waren teilweise durch Feuer und Rauch, aber auch durch umgestürzte Bäume nicht mehr passierbar. Das Technische Hilfswerk FFB übernahm unter anderem das Freiräumen und Sichern der blockierten Wege. Im Verlauf der Übung kam es zu einer deutlichen Eskalation der Lage durch böige Winde und eine Verlagerung der Brände in Richtung der Ortschaft Schusterhäusl, deren Bewohner es daraufhin in Sicherheit zu bringen galt. Dazu wurde im Carl-Spitzweg-Gymnasium eine Unterbringungsstelle für ca. 150 Personen durch die Kräfte der Sanitätseinheiten eingerichtet. Da auch ein Bootsunfall auf dem Germeringer See Teil des Übungsszenarios war, kamen auch mehrere Einheiten der Wasserwacht zum Einsatz.

Die Einsatzkräfte wurden durch die beiden Hubschrauber bei ihren Arbeiten unterstützt. Deren Aufgaben waren dabei die Brandbekämpfung aus der Luft (das Wasser dafür wurde dem Germeringer See entnommen), Materialtransporte in das höher gelegene Gelände, sowie die Rettung von verletzten Personen aus dem Waldgebiet.

Ein vorbestimmter örtlicher Einsatzleiter (ÖEL) der Feuerwehr nach Art. 15 des Bay. Katastrophenschutzgesetz hat die Einsatzleitung übernommen und alle Einsatzkräfte zentral koordiniert. Die Einsatzleitung, bestehend aus Führungskräften der örtlich zuständigen Feuerwehren, der eingesetzten Hilfeleistungsorganisationen und Mitgliedern der Kreisbrandinspektion FFB wurde dazu am Gerätehaus der Feuerwehr Germering eingerichtet. Hierbei ist auch die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG ÖEL) eingesetzt worden, eine Feuerwehreinheit des Landkreises FFB, die im Aufbau und Betrieb einer geeigneten Führungs- und Kommunikationsstruktur für eine Einsatzleitung als sogenannter Führungsstab technisch ausgestattet und trainiert ist. Als eine wertvolle Hilfe für die Einsatzleitung stellten sich die Übersichtbilder aus mehreren Drohnen der Einsatzkräfte dar.
Für die überörtlichen Feuerwehreinsatzkräfte aus dem Landkreis wurde am Feuerwehrhaus in Eichenau eine sogenannter Bereitstellungsraum eingerichtet. Dort sammelten sich die Kräfte und wurden gezielt von der Einsatzleitung zu ihrer jeweiligen Einsatzaufgabe abgerufen.
Die Versorgung der Vielzahl an eingesetzten Kräften ist durch die Betreuungszüge der Sanitätseinheiten im Feuerwehrgerätehaus Unterpfaffenhofen sichergestellt worden. Dies ist ein äußert wichtiger Aspekt, um gerade bei anstrengender körperlicher Arbeit gegebenenfalls noch in Kombination mit extremen klimatischen Bedingungen wie z. B. Hitze oder Kälte die Einsatzfähigkeit der Einsatzkräfte zu erhalten. Hierzu sind regelmäßige Pausen und Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme notwendig.

Ziele der Übung waren unter anderem:
• Weitere Verbesserung der Zusammenarbeit und Kommunikation aller Beteiligten, z. B. organisationsintern und -übergreifend.
• Effiziente Anwendung des Führungssystems, z. B. in der Einsatzleitung, im Führungsstab, innerhalb der Einsatzabschnitte aber auch einheitsintern, Festlegung von Bereitstellungsräumen für überörtliche Kräfte, Planung von Reserven und Ablösekräften.
• Test von Einsatzplänen und -konzepten, wie z. B. für die Logistik, die Löschwasserversorgung und die Alarmierung.
• Schulung und Routinegewinn für alle Beteiligten, insbesondere die Führungskräfte.
• Technische und logistische Erprobung, z. B. effizienter Hubschraubereinsatz, Notunterbringung, Versorgung, Einsatz verschiedener Kommunikationsmittel.
• Identifikation von Schwachstellen, z.B. wo treten Verzögerungen oder Missverständnisse auf? Gibt es Material- oder Personalengpässe? Besteht Verbesserungspotenzial in Organisation oder Kommunikation?
• Sensibilisierung der Bevölkerung, z. B. im Hinblick auf Information über Selbstschutzmaßnahmen und Bevölkerungswarnungen sowie Informationsmöglichkeiten hierzu.

Fazit:
Als erstes Fazit der Übung konnte durch Kreisbrandrat Christoph Gasteiger festgestellt werden, dass das Zusammenwirken aller beteiligten Einsatzorganisationen sehr gut funktioniert hat.
Insbesondere die Koordination und der Einsatz der Hubschrauber zur Brandbekämpfung aus der Luft wurde in dieser Form erstmalig im Landkreis Fürstenfeldbruck geübt. Hierbei waren insbesondere die Flughelferstaffeln von sehr großem Nutzen.
Kreisbrandrat Gasteiger betonte aber auch, dass die Strukturierung der Einsatzstelle und die Arbeit in der Einsatzleitung effektiv und professionell gewesen ist. Die bestehenden Planungen und Einsatzkonzepte erwiesen sich als tragfähig.

Die Heranführung und Verteilung der Feuerwehreinsatzkräfte in dem weitläufigen und anspruchsvollen Gelände sowie der Aufbau der Wasserversorgung wurde ebenfalls schnell und koordiniert vorgenommen. Das Zusammenspiel von Technischem Hilfswerk, Sanitätsdienst, Wasserwacht, Polizei und Feuerwehr funktionierte reibungslos und führte zu einem vollständigen Erreichen der Übungsziele.

Auch die im Vorfeld bei den Feuerwehren erlernten Techniken zur Vegetations-brandbekämpfung konnten erfolgreich angewandt werden. Die Übungsbeobachter des Landratsamtes FFB sowie der Regierung von Oberbayern bestätigten diese Eindrücke von Kreisbrandrat Gasteiger.

Kreisbrandrat Gasteiger und Landrat Thomas Karmasin bedankten sich herzlich bei allen beteiligten Organisationen und Institutionen, die mit ihrer tatkräftigen Unterstützung zum Durchführen und Gelingen der Übung beigetragen!

Ein besonderer Dank gilt Kreisbrandmeister Ric Unteutsch und dem stv. Kommandant der Feuerwehr Germering, Ludwig Deimel die die Übung zusammen mit ihrem Team von langer Hand geplant und akribisch vorbereitet haben.

Wir möchten uns herzlich bei den an der Übung bzw. deren Vorbereitung beteiligten Organisationen und Stellen bedanken:

• Landratsamt Fürstenfeldbruck (Referat 41, Herr Wanninger)
• Staatssekretär MdL Sandro Kirchner
• Bayerisches Staatsministerium des Inneren, Integration und Sport
• MdL Benjamin Miskowitsch
• Regierung von Oberbayern
• Stadt Germering
• Stadt Puchheim
• Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürstenfeldbruck
• den Grundstückseigentümern, die ihre Grundstücke zur Verfügung gestellt haben
• 25 Feuerwehren des Landkreises FFB
• den Feuerwehren Germering, Unterpfaffenhofen und Eichenau für die Unterbringung der Übungskräfte
• Flughelferstaffel München, Kempten und Oberstdorf
• THW OV Fürstenfeldbruck und Dachau
• Integrierte Leitstelle Fürstenfeldbruck
• Bayerisches Rotes Kreuz & Wasserwacht
• Malteser Hilfsdienst
• Polizeiinspektion Germering
• Polizeihubschrauberstaffel Bayern
• Fa. HTM München
• @fire Internationaler Katastrophenschutz Deutschland e. V.
• Branddirektion München

Eingesetzte Personen:
Rettungsdienst und Wasserrettung: 115
Feuerwehren und Flughelferstaffeln: 350
Technisches Hilfswerk: 30
Fliegendes Personal (Hubschrauber): 8
Polizei Germering: 7
Übungsleitung, Mimen, Beobachter: 50
Summe (Personen) 560

Bildergalerie:

Intensivtraining im Brandübungscontainer für 250 Atemschutzgeräteträger in Fürstenfeldbruck

Fürstenfeldbruck: Am ersten Märzwochenende konnten von Donnerstag bis Sonntagabend 250 Atemschutzgeräteträger*innen des Landkreises in einer mobilen gasbefeuerten Brandübungsanlage auf dem Gelände der Feuerwehr Fürstenfeldbruck in einem Intensivtraining geschult werden. Alle zwei Jahre organisiert der Kreisfeuerwehrverband Fürstenfeldbruck diese realitätsnahe Ausbildung, bei der Einsatztrupps der Gemeindefeuerwehren des ganzen Landkreises im Vorgehen bei Wohnungsbränden geschult werden. Es geht darum die richtige Taktik zu erlernen im Umgang mit den Brandgasen im Raum. Dabei müssen Durchzündungen vermieden werden um sich nicht unnötig heißen Wasserdämpfen, die beim Löschen entstehen, auszusetzen. Auch lernen die Einsatzkräfte in sicherer Umgebung die Grenzen Ihrer Schutzkleidung kennen.

Intensivtraining im Brandübungscontainer

Kreisbrandmeister für Atemschutz im Landkreis Fürstenfeldbruck Alfons Dobler erklärt: „besonders wichtig ist es in der Hocke am Boden vorzugehen und die Rauchgase unter der Decke vor dem Betreten eines Raumes mit kurzen Sprühstößen aus dem Strahlrohr herunterzukühlen, so vermeidet man lebensgefährliche Durchzündungen der Rauchgase“. Kreisbrandrat Christoph Gasteiger, der die Ausbildung mehrmals übers Wochenende besuchte, ergänzt: „gerade für noch weniger erfahrene Atemschutzgeräteträger ist das eng abgestimmte Vorgehen als Zweier-Trupp unter realer Hitzeentwicklung ungewohnt. Diese Erfahrung ergibt den großen Trainingseffekt der Anlage.“ Insgesamt werden an dem Wochenende 250 Feuerwehrfrauen und -männer die Schulung durchlaufen, insgesamt gibt es aktuell rund 600 aktive Atemschutzgeräteträger im Landkreis. Bevor die Teilnehmer*innen in den Container gehen erhalten Sie noch eine theoretische und praktische Schulung mit aktuellen Entwicklungen im Bereich der Brandbekämpfungstaktik und Türöffnungstechnik. Am Donnerstag startete die Übungsreihe mit einem Durchgang für die Trainer und Atemschutzausbilder in den Ortsfeuerwehren. Die sehr kostenintensive Schulung wird zum Großteil über die Gemeinden finanziert.

Vorstand Frank Opitz und Stabsleiter Dominik Heinrich überreichen eine Spende der Sparkasse Fürstenfeldbruck für die Finanzierung der Brandcontainer-Ausbildung der Atemschutzgeräteträger.
Vorstand Frank Opitz und Stabsleiter Dominik Heinrich überreichen eine Spende der Sparkasse Fürstenfeldbruck für die Finanzierung der Brandcontainer-Ausbildung der Atemschutzgeräteträger.

Zusätzlich konnte der Kreisfeuerwehrverband die Sparkasse Fürstenfeldbruck sowie die Volks- und Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck für Spenden gewinnen. Diese finanzielle Unterstützung erleichtert die Finanzierbarkeit der Ausbildung deutlich. Der Kreisfeuerwehrverband dankt den Spendern sowie dem Ausbilderteam um Kreisbrandmeister Alfons Dobler ausdrücklich für die investierte Zeit und die geleistete Arbeit.

Herr Robert Fedinger, Vorstand der Volks- und Raiffeisenbank überbringt eine Spende zur Unterstützung der Realbrandausbildung der Atemschutzgeräteträger.
Herr Robert Fedinger, Vorstand der Volks- und Raiffeisenbank überbringt eine Spende zur Unterstützung der Realbrandausbildung der Atemschutzgeräteträger.

Sehr großes Interesse an der Langen Nacht der Feuerwehren

Veröffentlichung vom 21.09.2025

Lange Nacht der Feuerwehren, Bild 3Am gestrigen Samstag fand im Landkreis die „Lange Nacht der Feuerwehren“ statt. In fünf Gemeinden erhielten die Bürgerinnen und Bürger spannende Einblicke in die Arbeit der Orts- und Gemeindefeuerwehren. Zusätzlich konnten die Besucher verschiedene Highlights erleben. So wurden bei Einsatzübungen verletzte Personen mit schwerem hydraulischen Schneidgerät aus Autos befreit oder der Aufbau für einen Innenangriff im Falle eines Zimmerbrandes vorgestellt. In Maisach erlebten die Kinder eine riesige Feuerwehr-Hüpfburg. In Hattenhofen konnten die Kinder durch eine dunkle Kriechstrecke krabbeln und so das Gefühl erleben, wie es sich in fremden Räumen ohne Sicht anfühlt.

Auch wurden die Besucher und Besucherinnen in der Handhabung eines Automatischen Externen Defibrillators (AED) geschult. Ebenso volles Haus vermeldeten die Feuerwehren Germering, Eichenau und Schöngeising! In Germering und Eichenau konnten die Besucher die neuen Drehleitern besichtigen. Je nach Standort und Gemeinde öffneten die teilnehmenden Feuerwehren ihre Gerätehäuser am Nachmittag bis in den späten Abend. Einige Feuerwehren tauchten ihre Gerätehäuser in buntes Licht oder organisierten Live-Musik oder Jugendpartys wie beispielsweise in Germering.

Kreisbrandrat Christoph Gasteiger besuchte den Großteil der teilnehmenden Feuerwehren und zeigte sich vom Erfolg der Veranstaltungen überzeugt. „Die Bevölkerung hat die Veranstaltungen sehr gut angenommen. Dieses Format spannt einen wunderbaren Bogen zwischen Familien mit jungen Kindern und Jugendlichen, in dem die Veranstaltung am Nachmittag beginnt und bis in den späten Abend fortgeführt wird. Persönlich konnte ich auch viele interessierte Menschen wahrnehmen, die man als Quereinsteiger oder Spätberufene bezeichnen könnte. Ein sehr guter und zunehmender Trend, der für die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren sehr wichtig ist!“, so der Kreisbrandrat.

Lange Nacht der Feuerwehren, Bild 4

Die Aktion beschließt die diesjährige Feuerwehraktionswoche des Landesfeuerwehrverbands Bayern und fand dieses Jahr zum vierten Mal statt.

Lange Nacht der Feuerwehren, Bild 1

Lange Nacht der Feuerwehren, Bild 2

Ehrung verdienter Einsatzkräfte der Feuerwehren des Landkreises

Ehrung verdienter Einsatzkräfte der Feuerwehren des LandkreisesFürstenfeldbruck: Am vergangenen Mittwochabend zeichneten Landrat Thomas Karmasin und Kreisbrandrat Christoph Gasteiger in einer Feierstunde zusammen zahlreiche Feuerwehrleute für ihre langjährige aktive Mitgliedschaft bei den Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Fürstenfeldbruck aus.

In Anwesenheit von zahlreichen Gästen, darunter Bürgermeister, Feuerwehrreferenten, Feuerwehrkommandanten und Mitglieder der Kreisbrandinspektion, wurden die vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration verliehenen Ehrenzeichen für 25, 40 und 50-jährige aktive Mitgliedschaft überreicht. Außerdem wurden durch Kreisbrandrat Christoph Gasteiger diverse Ehrungen im Namen des Landesfeuerwehrverbandes Bayern und der Jugendfeuerwehr vorgenommen.

So erhielten das bayerische Feuerwehr Ehrenkreuz in Silber: von der Feuerwehr Germering Stadtbrandinspektor Thomas Mayrhofer und Stefan Heyne, von der Feuerwehr Puch Kommandant Martin Nastoll.

Das Feuerwehr Ehrenkreuz in Gold erhielten für Ihre Verdienste: Kreisbrandinspektor Hendrik Cornell von der Feuerwehr Eichenau, ehem. Vorstand und ehem. Kommandant Oskar Staimer von der Feuerwehr Germering, Kreisbrandmeister Sergius Ruppaner von der Feuerwehr Geiselbullach sowie Kreisbrandmeister Andreas Steuer von der Feuerwehr Gernlinden.

Die Feuerwehr Ehrenmedaille erhielt der Feuerwehrreferent der Stadt Germering Rudi Widmann.

Kreisbrandmeister und Kreisjugendwart Josef Wagner aus Olching erhielt ebenso wie der Jugendwart der Feuerwehr Unterpfaffenhofen Patrick Hurth die bayerische Ehrennadel der Jugendfeuerwehren in Silber.

Zum Abschluss der Ehrungen dankte Christoph Gasteiger den geehrten für Ihren unermüdlichen Einsatz für das Allgemeinwohl und dankte insbesondere auch den Familien die regelmäßig auf Ihre angehörigen Feuerwehrfrauen und -männer verzichten müssen.

Ehrung verdienter Einsatzkräfte der Feuerwehren des Landkreises

Vollversammlung des Kreisfeuerwehrverbands in Eichenau

Eichenau: Der Kreisfeuerwehrverband blickte am vergangenen Mittwoch in seiner Vollversammlung auf ein turbulentes Jahr 2024 zurück. Nach dem Grußwort der stv. Landrätin Martina Drechsler informierte der Vorsitzende, Kreisbrandrat Christoph Gasteiger, die Vertreter*innen der Feuerwehren und befreundeten Hilfsorganisationen, über den Personal- und Ausbildungsstand der Feuerwehren im Landkreis. Insgesamt stellt sich Personalsituation sehr positiv dar. Anfang des Jahres leisteten 2.524 Mitglieder der Ortsfeuerwehren aktiven Dienst, davon 267 Frauen und 428 Jugendliche. Für die Kreisbrandinspektion konnte Anfang 2025 Josef Strobl als Kreisbrandmeister für die Feuerwehren der Gemeinde Mammendorf und als Verantwortlicher für das Notfall-Lager gewonnen werden. Er trat die Nachfolge des ausgeschiedenen Kreisbrandmeisters Christian Sandmayr an. Das Hauptaugenmerk des Kreisfeuerwehrverbands liegt auf der Ausbildung der Orts- und Gemeindefeuerwehren. So konnte im vergangenen Jahr 118 Ausbildungsveranstaltungen, verteilt auf 38 unterschiedliche Lehrgänge, durchgeführt werden. Dabei wurden 1.938 Teilnehmende in verschiedenen Formaten geschult. Die Lehrgänge werden von 211 Ausbilder*innen durchgeführt, 22 Ortsfeuerwehren stellen sich als Lehrgangsstandorte zur Verfügung.

Vollversammlung des Kreisfeuerwehrverbands in Eichenau

Bei der Jugendarbeit ist die stetig steigende Zahl an Feuerwehranwärtern und -anwärterinnen erfreulich. Mit 428 Mitgliedern in 37 Jugendgruppen wurde ein neuer Rekordwert an Mitgliedern erreicht. Positiv entwickelt hat sich auch der Anteil der Mädchen in den einzelnen Gruppen. Besonders hervorzuheben sind die Entwicklungen bei den Kinderfeuerwehren. Neben der bereits bestehenden Kinderfeuerwehr in Mammendorf kamen zwei Neugründungen in Gernlinden und Rottbach hinzu. Insgesamt sind aktuell 60 Kinder in den drei Kinderfeuerwehren engagiert und bilden so eine gute Basis für den Nachwuchs in den kommenden Jahren.

Im vergangenen Jahr wurden die Feuerwehren im Landkreis zu insgesamt 5.132 Einsätzen alarmiert, ein plus von 11% ggü. dem Jahr 2023. Es kam dabei zu 941 Brandeinsätzen, 3.359 Einsätzen der techn. Hilfeleistung, 265 Sicherheitswachen, 222 Fehlalarme und 345 Einsätzen für First Responder und die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung.

Als besondere Ereignisse waren 2024 unter anderem das Hochwasserereignis im Juni mit rd. 1.600 Einsätzen sowie mehrere umfangreiche Brandereignisse zu nennen. Während der Hochwasserlage vom 01. bis 03. Juni 2024 wurden die Kommunen durch einen eingesetzten Koordinierungsstab nach Art. 15 Bay. Katastrophenschutzgesetz mit Besetzung FüGK und der Kreiseinsatzzentrale unterstützt. Hierbei findet die Koordination der nötigen Ressourcen zentral über eine Stelle im Landkreis statt.

Am Rande der Veranstaltung konnte die neu auf einem Ladeboden aufgebaute Sandsackfüll-Maschine vorgestellt werden. Durch eine großzügige Spende der VR-Bank konnte dieses Projekt realisiert werden, die Anlage ist damit mobil verlegbar und in kürzester Zeit einsatzfähig.

Sprechfunklehrgang mit Erfolg abgeschlossen

Gernlinden / Landkreis: Anfang Februar fand an zwei Samstagen und Abenden unter der Woche der 52. Sprechfunklehrgang des Kreisfeuerwehrverbands am Ausbildungsstandort in Gernlinden statt. An zwei Samstagen und einem Abend unter der Woche wurden die 32 Teilnehmer theoretisch und praktisch im Umgang mit Funkgeräten und der Abwicklung des Funkverkehrs ausgebildet. Geschult wurden dabei unter anderem die Bereiche Gerätekunde, Rechtsvorschriften, Kartenkunde, die Arbeitsweise der Integrierten Leitstelle sowie die Funkverkehrsabwicklung. Am letzten Tag mussten die Teilnehmer ihr Wissen praktisch bei einer Koordinatenfahrt durch den Landkreis unter Beweis stellen.

Im Anschluss an die Ausbildung legten alle Teilnehmer erfolgreich die Prüfung für Sprechfunker der „BOS“ (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) ab. Die Ausbildung ist damit übergreifend gültig und kann auch bei anderen Blaulicht- Organisationen verwendet werden. Klassischerweise findet der Lehrgang am Standort Puchheim-Ort statt. Da dort aktuell das Gerätehaus umgebaut wird, wurde der diesjährige Lehrgang nach Gernlinden verlegt.

Sprechfunklehrgang mit Erfolg abgeschlossen
Sprechfunklehrgang mit Erfolg abgeschlossen

Kreisbrandrat Christoph Gasteiger, und Lehrgangsleiter Sergius Ruppaner freuten sich über den Erfolg der Teilnehmer und überreichten im Anschluss an die Prüfung die Urkunden. Die Sprechfunk-Ausbildung ist eine Voraussetzung für weiterführende Lehrgänge an den staatlichen Feuerwehrschulen insbesondere für die Gruppenführerausbildung.