Auslieferung des CBRN-Erkundungswagens an den Landkreis FFB

Am Donnerstag, den 27.08.2026 konnte die Kreisbrandinspektion FFB gemeinsam mit der Feuerwehr Gröbenzell den CBRN-Erkundungswagen für den Landkreis Fürstenfeldbruck in Empfang nehmen.

Hintergrund ¹:

„Im Bereich der chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen- (CBRN) Erkundung führt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gemeinsam mit dem Beschaffungsamt des BMI derzeit verschiedene Beschaffungs-maßnahmen durch. Hierzu gehört auch die Ausstattung aller Bundesländer mit CBRN-Erkundungswagen (CBRN-ErkW).
Kommt es zu einer großflächigen Ausbreitung von CBRN-Stoffen, ist eine schnelle und effektive Lageerkundung notwendig. Hierauf aufbauend können die notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung eingeleitet werden.

Im Rahmen der ergänzenden Ausstattung gemäß § 13 ZSKG stellt der Bund den Bundesländern hierfür insgesamt 518 CBRN-Erkundungswagen zur Verfügung. Die Verteilung der Fahrzeuge in den einzelnen Bundesländern erfolgt durch die jeweiligen Innenministerien. In Bayern wird nahezu in jedem Landkreis ein CBRN-ErkW stationiert.

Der CBRN-ErkW dient unter anderem:

  • dem Spüren, Messen und Melden radioaktiver und chemischer Kontaminationen,
  • der schnellen und zuverlässigen Erfassung von Daten zur Erstellung eines Lagebildes, um notwendige Maßnahmen ergreifen zu können,
  • dem Aufsuchen radioaktiver Quellen und der messtechnischen Überwachung und Kennzeichnung kontaminierter Gebiete,
  • der automatischen und kontinuierlichen Ermittlung von Messdaten (diese werden zusammen mit den GPS-gestützten Ortsinformationen, in einem Rechner gespeichert und visualisiert),
  • der Aufnahme und dem Melden von meteorologischen Daten,
  • der Boden-, Wasser- und Luftprobenahme und
  • der Datenfernübertragung zu einer Leitstelle beziehungsweise zu einer Messleitkomponente des Landes Bayern.

Alle Daten der Messgeräte können über die vorhandene Software dargestellt werden. Auch die Darstellung in den aufgespielten topographischen Karten ist möglich.“

Der CBRN-ErkW wird in Gröbenzell stationiert und ergänzt die bereits bestehende Messeinheit des Lkr. FFB, welche bereits seit vielen Jahren von der Feuerwehr Gröbenzell für den Landkreis betrieben wird. Die Messeinheit ist Teil des Gefahrgutzuges des Lkr. FFB und kommt bei Gefahrstofffreisetzungen, aber auch z. B. bei größeren Brandereignissen zum Einsatz.

Um die anspruchsvolle Mess- und IT-Technik des Fahrzeuges kennen zu lernen, haben ei-nige Mitglieder der Feuerwehr Gröbenzell vor der Auslieferung bereits eine umfangreiche online-Schulung und -Unterweisung erhalten. Unmittelbar vor der Übergabe des Fahrzeugs erfolgte dann noch eine einwöchige Praxisschulung bei der Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung in Ahrweiler. Erst nach dem erfolgreichen Absolvieren aller Ausbildungsmodule konnten die zwei Kollegen der Feuerwehr Gröbenzell „unser“ Fahrzeug am Donnerstagvormittag am Auslieferungslager des BBK in Bonn übernehmen und die Heimreise antreten (siehe Bild). Dort werden sie das erlernte Wissen als Multiplikatoren nun an die restlichen Einsatzkräfte der Messeinheit wei-tergeben. Der CBRN-ErkW wird voraussichtlich ab Herbst 2026 im Landkreis zum Einsatz kommen.

Auslieferung des CBRN-Erkundungswagens an den Landkreis FFB
© KBI FFB
Freuen sich über den Erhalt des CBRN-ErkW (von links nach rechts) Christian Weirauch (Kdt. FF Gröbenzell), Andreas Freier (FF Gröbenzell), Christoph Gasteiger (Kreisbrandrat), Konstantin Neumayr (FF Gröbenzell), Dr. Tim Pelzl (Kreisbrandmeister)

Der neue CBRN-ErkW steigert das Leistungsspektrum und die Einsatzmöglichkeiten der Messeinheit des Lkr. FFB erheblich und wird zukünftig einen wertvollen Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung aber auch der Einsatzkräfte in unserem Landkreis leisten, betont Kreisbrandrat Christoph Gasteiger.

Er und der für den Bereich CBRN zuständige Kreisbrandmeister Dr. Tim Pelzl freuen sich über die Zuteilung eines so hochmodernen Messfahrzeuges durch die Bundesrepublik Deutschland an unseren Landkreis und bedanken sich bei der Feuerwehr und der Gemeinde Gröbenzell für die Bereitschaft, den Betrieb und die Unterbringung des Fahrzeugs zu übernehmen.

¹ Quelle: https://www.bbk.bund.de/DE/Themen/CBRN-Schutz/CBRN-Faehigkeiten/CBRN-Erkundung/cbrn-erkundung_node.html#vt-sprg-3

Erfolgreiche Abnahme der Deutschen Jugendleistungsspange

Am vergangenen Samstag stellten die Jugendgruppen der Freiwilligen Feuerwehren Fürstenfeldbruck, Rottbach, Maisach und Überacker ihr Können eindrucksvoll unter Beweis. Insgesamt 21 Jugendliche traten zur Abnahme der Deutschen Jugendleistungsspange an, der höchsten Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr.

Erfolgreiche Abnahme der Deutschen Jugendleistungsspange

In fünf Disziplinen waren Teamgeist, Ausdauer, Geschicklichkeit und Fachwissen gefragt. Auf dem Prüfungsprogramm standen der 1.500-Meter-Staffellauf, Kugelstoßen, eine Schnelligkeitsübung mit dem Aufbau einer Schlauchstrecke, ein vollständiger Löschangriff sowie ein Fragegespräch zu Feuerwehrpraxis und Allgemeinbildung. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer meisterten die Prüfung und konnten anschließend die Deutsche Jugendleistungsspange entgegennehmen.

Erfolgreiche Abnahme der Deutschen Jugendleistungsspange

Kreisjugendfeuerwehrwart Josef Wagner und der Abnahmeberechtigte der Deutschen Jugendfeuerwehr gratulierten den Jugendlichen zu ihrem hervorragenden Ergebnis und würdigten den Einsatz aller, die zur erfolgreichen Vorbereitung und Durchführung beigetragen haben.

Erfolgreiche Abnahme der Deutschen Jugendleistungsspange

Ein besonderer Dank gilt der Freiwilligen Feuerwehr Fürstenfeldbruck für die ausgezeichnete Organisation des Prüfungstages sowie den Jugendwarten der teilnehmenden Feuerwehren für die intensive Vorbereitung ihrer Gruppen. Die Abnahme zeigte einmal mehr das hohe Engagement der Jugendlichen und die gute Ausbildungsarbeit in den beteiligten Jugendfeuerwehren.

Erfolgreiche Abnahme der Deutschen Jugendleistungsspange

Strahlenschutzschulung im Lkr. FFB

Eine Tagesausbildung zum Thema Strahlenschutz hat die staatliche Feuerwehrschule Geretsried vor kurzem in unserem Landkreis abgehalten.

Strahlenschutzschulung im Lkr. FFB

Bei der Veranstaltung, die im Feuerwehr Gröbenzell stattfand, waren alle Feuerwehren anwesend, die im Landkreis Fürstenfeldbruck die Strahlenschutzeinheit bilden. Die Feuerwehren Fürstenfeldbruck, Germering, Gröbenzell, Olching und Unterpfaffenhofen sind mit den dafür notwendigen Spezialgerätschaften ausgestattet.

Strahlenschutzschulung im Lkr. FFB

 

Schwerpunkt der sehr gelungenen Ausbildungsveranstaltung waren neben den physikalischen Grundlagen rund um das Thema Radioaktivität auch das richtige Anwenden der Strahlenmesstechnik sowie praktische Übungen.

Strahlenschutzschulung im Lkr. FFB

Herzlichen Dank an das Ausbilderteam der Feuerwehrschule sowie an die Feuerwehr Gröbenzell für die Gastfreundschaft!

Offizielle Übergabe des neuen LF‑KatS an den Landkreis Fürstenfeldbruck

Bericht vom 19.07.2026

Gunzenhausen: Der Bevölkerungsschutz in Bayern wird weiter gestärkt. Im Rahmen einer zentralen Übergabeveranstaltung in Gunzenhausen überreichten Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Bayerns Innen- und Katastrophenschutzminister Joachim Herrmann insgesamt 110 neue Katastrophenschutzfahrzeuge an Feuerwehren und Hilfsorganisationen im Freistaat. Eines dieser Fahrzeuge – ein Löschgruppenfahrzeug Katastrophenschutz (LF‑KatS) – ging an den Landkreis Fürstenfeldbruck.

Der Landkreis Fürstenfeldbruck wurde vor Ort durch Kreisbrandmeister Florian Rusche sowie zwei Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Jesenwang vertreten. Die Feuerwehr Jesenwang übernimmt die Ausbildung der Mannschaft sowie die regelmäßige Übungs- und Einsatzbereitschaft des Fahrzeugs. Damit wird sichergestellt, dass das LF‑KatS im Bedarfsfall schnell und qualifiziert eingesetzt werden kann – sowohl im Landkreis als auch bei überregionalen Lagen.

Offizielle Übergabe des neuen LF‑KatS
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann übergeben das neue Löschgruppenfahrzeug Katastrophenschutz (LF‑KatS) an den Landkreis Fürstenfeldbruck. Kreisbrandmeister Florian Rusche und zwei Kameraden der Feuerwehr Jesenwang nahmen das Fahrzeug stellvertretend entgegen. Foto: Alexandra Beier/Bay. Innenministerium

Innenminister Herrmann betonte bei der Übergabe die Bedeutung der neuen Ausstattung:
„Mit dieser großen Anzahl neuer Einsatzfahrzeuge schaffen wir beste Voraussetzungen für unsere Einsatzkräfte und statten sie mit dem nötigen Rüstzeug für ihre aufopferungsvolle Arbeit aus.“

Bundesinnenminister Dobrindt ergänzte:
„Bund, Länder und Kommunen ziehen an einem Strang, um den Schutz der Bevölkerung nachhaltig zu stärken.“

Stärkung des Katastrophenschutzes im Landkreis
Das neue LF‑KatS wird künftig im Landkreis Fürstenfeldbruck eine zentrale Rolle spielen. Es ergänzt die bestehende Ausstattung der Feuerwehren und ermöglicht insbesondere bei Vegetationsbränden, Unwetterlagen, Großschadensereignissen und überörtlichen Unterstützungsmaßnahmen ein leistungsfähiges taktisches Vorgehen.

Bedeutung für den Landkreis Fürstenfeldbruck
In den vergangenen Jahren haben Extremwetterereignisse wie Trockenperioden, Vegetationsbrände und Starkregenereignisse die Feuerwehren im Landkreis stark gefordert. Mit der Übergabe des neuen Fahrzeuges wird die Schlagkraft des Katastrophenschutzes weiter erhöht und die Feuerwehren erhalten ein modernes, vielseitiges Einsatzmittel, das speziell für solche Herausforderungen konzipiert ist.

Kreisbrandmeister Florian Rusche dankte im Namen der Kreisbrandinspektion für die Bereitstellung des Fahrzeugs: „Das LF‑KatS ist ein wichtiger Baustein für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis. Wir freuen uns, dass wir damit unsere Einsatzfähigkeit weiter ausbauen können.“

Offizielle Übergabe des neuen LF‑KatS

Das Fahrzeug, welches sich schon einige Zeit im Landkreis befindet, wurde bereits intensiv beübt und in bestehende Einsatzkonzepte integriert. Erstmalig wurde es bei der großen Waldbrand Katastrophenschutzübung im März eingesetzt und dabei den Feuerwehren im Landkreis vorgestellt.

Realitätsnahe Atemschutzausbildung im Abrissgebäude: Feuerwehren des Landkreises trainieren den Ernstfall in Germering

Germering: In den kommenden vier Wochen führt der Kreisfeuerwehrverband Fürstenfeldbruck für die Feuerwehren des Landkreises insgesamt vier Atemschutzübungsabende durch. Als Übungsobjekt steht ein zum Abriss vorgesehener Wohnblock in der Maximilianstraße in Germering zur Verfügung – eine seltene Gelegenheit, den Ernstfall unter möglichst realen Bedingungen zu proben. In diesem Zeitraum werden die Atemschutzgeräteträger*innen der teilnehmenden Feuerwehren von den Atemschutzausbildern des Landkreises geschult.

Atemschutzausbildung, Bild 1

Die Einsatzkräfte müssen dabei zwei anspruchsvolle Szenarien durchlaufen. Im ersten Szenario gilt es, einen Kellerbrand zu bewältigen. Das zweite Szenario stellt die Trupps vor die Aufgabe einen ausgedehnten Wohnungsbrand im ersten Obergeschoss mit drei vermissten Personen und einem verrauchten Treppenhaus zu bekämpfen. Beide Lagen verlangen den Feuerwehrfrauen und -männern ein hohes Maß an Gerätebeherrschung, Orientierung unter Nullsicht und abgestimmtes Vorgehen im Trupp ab. Die Feuerwehren nehmen jeweils mit einer Löschgruppe an der Übung teil.
Ein reales Gebäude bietet für die Ausbildung einen unschätzbaren Mehrwert: verwinkelte Räume, echte Treppenhäuser und authentische Verrauchung lassen sich in dieser Form kaum nachstellen. Gerade das Auffinden und Retten vermisster Personen unter erschwerten Bedingungen kann so besonders praxisnah trainiert werden.

Atemschutzausbildung, Bild 2

Die Ausbilder werden von den Feuerwehren Germering, Olching, Türkenfeld und Fürstenfeldbruck gestellt. Verantwortlich für die Organisation und Durchführung der Übungsabende ist Alfons Dobler, Kreisbrandmeister für Atemschutz im Landkreis Fürstenfeldbruck. Der Kreisfeuerwehrverband dankt dem gesamten Ausbilderteam um Kreisbrandmeister Alfons Dobler für die investierte Zeit und der Feuerwehr Germering für die Organisation des Übungsobjektes.


Musik: „Electrodoodle“ by Kevin MacLeod (incompetech.com)
Licensed under Creative Commons: By Attribution 4.0
https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/


Atemschutzausbildung, Bild 3

 

Atemschutzausbildung, Bild 4

Ehrungen verdienter langjähriger Feuerwehrmitglieder

Bericht vom 10.07.2026

Landratsamt: Am vergangenen Donnerstag, den 09. Juli ehrte die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler im Rahmen einer Feierstunde zusammen mit Kreisbrandrat Christoph Gasteiger zahlreiche Feuerwehrleute für ihre langjährige aktive Mitgliedschaft bei den Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Fürstenfeldbruck. In Anwesenheit von zahlreichen Gästen, darunter Bürgermeister, Feuerwehrkommandanten und Mitglieder der Kreisbrandinspektion, wurden die vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration verliehenen Ehrenzeichen für 25-, 40- und 50-jährige aktive Mitgliedschaft überreicht. Außerdem wurden durch Kreisbrandrat Christoph Gasteiger Ehrungen im Namen des Landesfeuerwehrverbandes Bayern für besondere Leistungen im Feuerlöschwesen vorgenommen.

Ehrungen verdienter langjähriger Feuerwehrmitglieder
Die am 09. Juli 2026 im Landratsamt Fürstenfeldbruck geehrten Mitglieder der Feuerwehren des Landkreises Fürstenfeldbruck. Stellvertretende Landrätin Martina Drechsler (vorne Mitte) und Kreisbrandrat Christoph Gasteiger (vorne, ganz rechts) zeichneten sie aus. © Foto: LRA FFB

So erhielt Hannes Haschka (Feuerwehr Gernlinden) das Bayerische Feuerwehr Ehrenkreuz in Gold. Germerings Oberbürgermeister a.D. Andreas Haas (Feuerwehr Germering) und Michael Schmid (Feuerwehr Mammendorf) wurden mit dem Bayerischen Feuerwehr Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. Ulrich Steber (Feuerwehr Germerswang), Josef Giggenbach (Feuerwehr Germerswang) und Peter Giggenbach (Feuerwehr Germerswang) erhielten die Bayerische Feuerwehr Ehrenmedaille. Nach dem offiziellen Teil im großen Sitzungssaal des Landratsamtes klang die Feier mit einem Empfang im Amtsgarten des Landratsamtes aus.